Florian Merten

Inhalt:

Reflect Email – Feb 2020) (2914W 10S)

florianxmerten@gmail.com So., 6. Aug. 2017, 21:34 an tristeza-berlin; info

Betreff   Reminder: Tristezas made up Rape-Accusations/ NFJ, GgKuN, k-fetisch, about:blank, Tristeza/ Feminism, Anti-Sexist Awareness, DefMa (Florian Merten)

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Eine Doku in der ich vorkomme. 2015 im Ost-Kongo. Noch 4-5 Tage bei ZDF online:

https://www.zdf.de/filme/das-kleine-fernsehspiel/congo-calling-100.html

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Hi meine Lieben und nicht-Lieben,

ich hab inzwischen 5.000 Aufrufe meiner Links und ich hoffe in 2020 werden es noch mindestens 50.000.

Ich habe nicht mitbekommen, dass die Gruppen oder Personen sich an mich gewendet oder sich öffentlich geäußert haben.

Für diejenigen, die mir eine freundliche Mail geschrieben haben, aber keine Antwort bekommen haben: Es sind mir ein paar Emails verloren gegangen – schreib mir gerne nochmal.

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Ich gehe aber mal davon aus, dass Schuldfragen in Bezug auf sexuelle Gewalttätigkeiten meinerseits vom Tisch sind. Wir sind uns alle einig, dass ich vollständig unschuldig beschuldigt wurde und die Schuld entsprechend bei der Tristeza, meinen Ex-Affären/Freundinnen und diversen „DefMa“/Feminismus Fanatikern liegt.

Das die das Selber anders sehen.. ist halt sehr normal und Menschlich.

Kurz: Also es gibt da Leute die meinen ein Recht darauf zu haben, Männern (aber nicht nur) falsche Vergewaltigungs-Vorwürfe machen zu dürfen. Nein, das dürfen sie nicht. Ich habe sie auffliegen lassen und dass sie das scheiße finden aufgeflogen zu sein .. ist ja nachvollziehbar.

Wenn das noch irgendwer in Frage stellen sollte, werde ich mir halt was überlegen müssen.

Im Moment fällt mir nur ein, die Namen, die Beschuldigungs-Schreiben und sonst noch sämtliche Details öffentlich machen.

Also ich denke mal, dass solche Schreiber_innen wie „wasistdasziel“ u.a. von niemandem ernst genommen werden, von daher ..

Will sagen: Bei Reaktionen die nicht ernstzunemen (und nicht im Interesse „der Betroffenen“) sind, werde ich weiter nichts öffentlich machen sondern meine Unschuld (in dieser Sache) als öffentlich geklärt und bewiesen betrachten. Ohne, dass ich Personen öffentlich benennen muss.

Ich will diese ganze Sache auch nicht noch schlimmer und komplizierter machen.

Aber mir ist schon klar, dass 2-3 Leute von der Tristeza selbst in dem Fall, dass.. selbst wenn ich mich mit den Beschuldigerinnen vertragen oder komplette Video-Aufzeichnungen meines Lebens in den Jahren. – Sie würden weiter so tun, als wäre ich schuldig, weil sie denken, dass sie die Autorität hätten mich als schuldig “Täter”/”Gewaltausübende Person” einfach zu deklarieren. Also so wie bei Scientology leute zur “Destruktiven Person” deklariert werden.

Das ist vermutlich der Kern dieser ganzen DefMa-Theorie, also dass sich Leute wie das Tristeza-Kollektiv die Autorität zuspricht Leute zu “deklarieren” .. und von daher hat die Behauptung ich sei ein “Täter” eben auch keinen Wahrheitswert (“true/false”) im Sinne von dass ich was getan hab.

Kompliziert. Aber irgendwie auch einfach kindisches Teenie-Drama.

Es wäre aber gut, wenn sich wer (wer relevantes) öffentlich äußert. Mir ist das alles wirklich zu blöd und vielleicht poste ich unter den links und auf dem Blog sonst die Namen und die persönlichen Chat-Verläufe von damals. Sorry. Ich mach sowas auch zum ersten Mal.

Ich hätte grade echt gerne eine Anwält_in aber ich gehöre jetzt nunmal nicht zu den Leuten die sich sowas leisten können.

Ich denke aber es wäre wohl eine Gute Idee die beteiligten Gruppen und Einrichtungen auf Schadensersatz-Zahlungen zu verklagen. Andere Leute haben in ähnlichen Fällen ja auch sehr viel Geld bekommen.

Wie Ihr vielleicht merkt bin ich noch nicht so weit alle Türen zu schließen und Brücken abzubrennen – Ich warte weiter auf ein Zeichen, dass wir eine gemeinsame Lösung finden könnten.

Es ist auch so, dass sich jede einzelne beteiligte Person sich vertraulich an mich wenden kann und wir überlegen, wie wir das im kleinen lösen. Eine der 3 ÜBs (”Überlebenden/Betroffenen/Beschuldiger/survivours” ich bin genial) z.b.. Vielleicht sind diese Kollektive dazu ja einfach nicht in der Lage. Wobei die ja diejenigen sind, die die Verurteilung von mir materiell exekutieren. Also Leute.

Meinem Gefühl nach denke ich, dass zumindest eine bestimmte Nyco für ihre Scheiße mal ein paar Monate in den Knast gehört. Aber ich bin ja zum Glück kein_e Richter_in.

Aber wenn irgendwer auch von einer Nyco belästigt oder bedroht wurde. Oder sie versucht hat dir auf einer Party ein Verhör über deine vergangenen sexuelle Begebenheiten aufzuzwingen.

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Ich hab auch keine Ahnung, was die Beste Art jetzt für mich wäre weiter vorzugehen. Ich hab da auch nichts gefunden, wie andere einen praktischen und positiven Umgang in meiner Situation hatten.

Und ja, wenn irgendwer vorschlagen will, ich soll nochmal das Kapitel lesen „was soll ich tun, wenn mir ein Täter_innen-vorwurf gemacht wurde“.. also hier http://unterstuetzerinneninfo.blogsport.de/kompass/

.. ähm.. ja, das ist einfach der widerlichste Text, den ich persönlich kenne. Wer das nicht kapiert.. mit der Person habe ich nichts zu bereden.

Vermutlich richtet sich das ja auch an wirkliche Vergewaltiger – mit einem Hang zu pathologisch radikalisierten Feminismen. XD

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Ansonsten: Es geht mir gut. Es geht mir viel besser, seitdem ich das alles öffentlich gemacht habe. Ich kann das nicht versprechen, dass es für alle in ähnlicher Situation der richtige Weg wäre. Aber ich kann auch ganz schlecht damit umgehen Dinge zu verdrängen/verschweigen. Ich brauch offenheit und Ehrlichkeit und das ist immer besser für die Psyche.

Es ist ein n bisschen anderes Thema, aber: Frauen(und alle Leute), denen wirklich was schlimmes mit irgendeinem Typen passiert ist (also evtl. Dir). Wende dich besser nicht an solche „Unterstützer_innen-Gruppen“ .. oder sei zumindest sehr vorsichtig mit denen. Es geht denen nicht darum, Dir zu helfen.

Ich hoffe Du hast gute Freunde, Familie, (echte!) Therapeut_innen.. oder im Ernstfall die Polizei. Ist immer besser als diese “Feministinnen”.

Sogar ich würde dir vermutlich besser helfen als die. Aber im Moment mach ich ja selber noch Therapie und bin einfach noch in einer Situation wo ich heilen muss.

Ich denke auch, wenn du sowas von einer “DefMa”-Gruppe organisieren lassen willst, dann wird dich am Ende kaum jemand ernstnehmen. Insbesondere auch die selber nicht.

Und mal was ganz Anderes: An Dich, die du schon mal jemandem ziemlich zurechtkonstruierte „Täter-Vorwürfe“ gemacht hast – 2020 ist vielleicht ein gutes Jahr mal sich zu entschuldigen und das alles klar zu machen. Es ist bestimmt nicht gut sowas ein Leben lang auf dem Gewissen zu haben. Und Du bist nicht schlimmer als andere auch, denn es haben ja nun wirklich recht viele mal gemacht. (Das ist eine Wahrheit die sich nicht leicht schönreden lässt und die auch niemand schönreden sollte).

Aber Du kannst besser als die Anderen sein, indem du dich entschuldigst und versuchst Dinge wieder gut zu machen.

#### nie mit DefMa-Leuten kollaborieren

Und ansonsten: Die „Täter_innen“ die mir geschrieben haben, also die Szene-Beschuldigungs-Kampagnen-Opfe – ihr macht durchgehend genau das, wo die DefMa-Leute von behaupten, dass das vergewaltigte Frauen in der „linken Szene“ permanent tun würden: Zwanghaft die Schuld bei euch selber suchen und euch ein absurdes schlechtes Gewissen einrede.

Diese Art von “Selbstkritik” und die eigene (männliche) Gewalt-Prädisposition zu “reflektieren” und “Männlichkeits-Kritik” zu üben usw.. das macht euch nicht zu besseren Menschen.

Im Gegenteil: Das haben bei den Maoisten etc. auch immer alle gemacht.. und in den Klöstern. Wenn man bösartig absurd beschuldigt, bestraft, geächtet wird etc.. dann ist es keine Tugend den Aggressoren Recht zu geben und falsche Schuldeingeständnisse zu liefgern und sich selber pathologische Schuldgefühle einzupauken.

Lest die DefMa-Texte: Diese Leute (die das schreiben und verteilen) sind keine guten Menschen. Es gibt keine Rechtfertigung mit denen (politisch) zu kollaborieren.

Ihr legitimiert die damit und erst das macht euch schuldig.

Wenn dir von solchen Leuten Vorwürfe gemacht werden, dann bringt es wenig sich Ewigkeiten selber zu fragen, ob diese Vorwürfe wohl berechtigt sind.

Sie sind nicht mal ernst gemeint.

Wenn jemand dich als Vergewaltiger „outen“ will.. also wenn diese Person es ernst meint wird sie sicher nicht sagen „Er hat mich vergewaltigt und ich will definieren dürfen, was eine Vergewaltigung ist und zwar fand ich es voll unangenehm mit ihm.“

Ich meine, gemeldet hat sich jetzt schon einer bei mir, der wegen „Fremdgehen“ zum „Täter“ erklärt wurde.

Und ja: Meine 3 Beschuldigerinnen sind eigentlich auch voll ok und gute Menschen und ich hätte denen sowas nie zugetraut. Und das ganze jetzt macht sie auch nicht zu Monstern oder so. Aber auch okeye Leute können mal auf ganz assige Ideen kommen. Ja, auch deine aktuelle (feministische) Freundin, Affäre usw…

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Diese Ganze Sache hat so viel wirklich sexistische Noten. Dass die Frau immer ein Opfer ist und immer ein ewiges Recht hat zu klagen. Über ihren Mann zu klagen, der sie nicht glücklich gemacht hat, was seine Pflicht war.

Auch der Vorwurf der einen, ich hätte es “ausgenutzt”, dass sie (wir beide) beim Sex betrunken waren. Als ob ihre Libido meine nicht weit in den Schatten stellen würde (was ich ihr und sonst jede_m ja wünsche.). Jetzt speziell durch die ganzen Psychophamaka kann und muss ich mich schon fast als Asexuell identifizieren. Und ganz jung bin ich ja auch nicht mehr.

Wie auch immer, dass sind so altertümliche Geschlechterrollen-Vorstellungen, die auch bei euch sicher sicher der/dem einen oder Anderen aufgefallen ist.

Das hier ist ein sehr schönes Buch zu solchen Dingen. Ich hoffe es erscheint auch nochmal auf Deutsch.

Unwanted Advances: Sexual Paranoia Comes to Campus von Laura Kipnis https://www.amazon.de/dp/178873257X/ref=cm_sw_r_tw_dp_U_x_QGynEbW013JMS

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Abgefahren ist auch folgendes: Vor 8 Jahren, also als ich grade 30 war.. hätte mir jemand sowas erzählt, ich hätte gedacht, dass hätte sich jemand ausgedacht wer den Feminismus schlecht machen will.

Ich hätte auch jederzeit ohne irgendeinen Zweifel gesagt, dass es beim Feminismus darum gehe Frauen zu stärken und nicht darum Männer fertig zu machen. Oder einfach dass Falschbeschuldigungen ein Grundpfeiler des feminismus in der Linken Szene ist. Der “real existierende Feminismus”.

Ich hab hoffentlich irgendwann nochmal die Energie dafür etwas mehr dazu zu schreiben, wie diese DefMa-Feminismus-Sekten manipulativ mit Begriffen umgehen. Wie das bei Sekten übrigens sehr üblich ist.

Es sollte schon aufmerksam machen, wenn so Bücher erst mit einem Wörterbuch, Glossar, Begriffslexikon anfangen in denen dann Bedeutungen für Begriffe festgelegt werden sollen. Oder Am Ende wie in der Broschuere ASISM4.. aber irgendwo haben das alle Broschüren.

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Noch etwas, was mich sehr beschäftigt. Eine derjenigen, die in dieser Sache tief involviert war (nicht eine der 3 Anklägerinnen).. Die hat nach der Verschärfung der Gesetze zu Vergewaltigung 2016 große dramatische Artikel in der Zeit und im Tagesspiegel (und Siegessäule, glaube ich) veröffentlicht unter dem Motto „Endlich gilt: Nein heißt Nein“.. usw..

Ich denke, dass sie sich da echt in was rein gesteigert hat. Ganz rein faktisch ist es ja nun so, dass ich selber am ehesten sagen kann, dass an mir „Sexuelle Handlungen gegen meinen erkennbaren Willen“ vollzogen wurden.. schlicht nach dem Wortlaut des neuen Gesetzes.

Es ist ja nun so, dass das Strafrecht da nicht unterscheiden sollte zwischen Männern und Frauen und die einen per se härter bestrafen. Denke ich.

Ich habe überhaupt keine Lust jetzt zur Polizei zu gehen und Beschuldigerin Nr3 .. also Haftstrafe für sie zu fordern, weil sie „gegen meinen erkennbaren Willen sexuelle Handlungen an mir vollzogen hat“..

Die Tatsache, dass sie mir eine erfundenen Vergewaltigung angehängt hat hat mich ja offensichtlich viel viel härter getroffen. Und mein Leben für ein paar Jahre ruiniert.

Aber für all diejenigen, die diese Gesetzesverschärfung gefeiert haben sollten.. die bitte ich mal über diese Sache hier nachzudenken.

Ich denke es ist total falsch von mir keine Namen zu nennen. Also insbesondere bei denen, die bei solchen Thematiken öffentlich .. Propaganda betreiben.

Das gleiche betrifft natürlich auch Beschuldigerin Nr2, die ja auch sehr politisch “propagandistisch” disbezüglich aktiv ist. Und nebenbei „Sexualpädagogin“. Und das ist gruselig.

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Erfahrungsberichte von Sekten-Aussteigern haben mir etwas geholfen übrigends.

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Noch was: Ich denke es ist ein Problem, dass in so Polit-Gruppen und Kollektiven sich so ganz urwüchsig die schlimmen Leute immer erfolgreich an die Spitze setzen.

Ich meine nette Leute wollen eben überhaupt niemanden ausschließen, fertig machen etc.. und ich meine, lasst euch mal diese Email von der Tristeza auf der Zunge zergehen (unter den Links ganz oben).

Nur sehr wenige Menschen haben so menschen-verachtende Gedanken im Kopf wie die. Das müsst ihr mal realisieren leider.

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Also, genießt das Leben, genießt 2020. Seit lieb zueinander und lasst den Hass nicht siegen. .. und ich setzt dramatisch noch einen drauf: Für Freiheit, Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit muss die Tristeza boykottiert werden.

Grüße, Florian Merten

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 # # # # NACHTRAG

nachtrag zu Transformative Justice

ich hab jetzt gelesen, dass die Gruppe „Transformative Justice“ ihre „Arbeit“ aufgibt.. und nicht mehr existieren wird. Da könnte man jetzt finden, dass das ein Erfolg ud Grund zum feiern ist usw..

Aber es hätte mich wirklich viel mehr gefreut, wenn die sich mal gemeldet hätten.. und mal geschaut hätten, ob es nicht möglich sein könnte mit mir zu reden. Dass wir gemeinsam eine friedliche und zukunftsweisende Lösung finden. Für mich, die 3 Anklägerinnen und alle die da von dieser ganzen Scheiße.. die darunter leiden mussten und müssen.

Wenn ihr das hier ließt: Ja, ihr habt Scheiße gebaut. Ja, ihr helft niemandem und ja, ihr habt ganz fraglos Menschenleben auf dem Gewissen.

Und nein, eine „Definitionsmacht“ existiert nicht und hat nie existiert und .. ihr könnt so lange ihr wollt behaupten, dass grade Ihr berechtigt seit falsche Vergewaltigungs-Vorwürfe zu erheben. Nein, dürft ihr nicht.

Ihr habt es euch selber erlaubt, aber dass heißt nicht, dass es erlaubt ist. Es ist nicht erlaubt jemanden wissendlich falsch einer strafbaren Handlung zu bezichtigen. Ihr habt es euch selbst erlaubt, aber das geht so nicht.

Dass Ihr eine Definitionsmacht in so Sachen hättet, ist ein kranker Fiebertraum von dem ihr euch frei machen müsst, denn ansonsten wird das für euch vor Gericht enden. Und wenn ihr dann sagt, „aber wir haben bei Vergewaltigungen eine Definitionsmacht“, dann wird der Prozess sehr kurz sein.

Trotzdem bin ich jederzeit bereit mit euch zu reden. Und Ja: Dass ihr eigentlich nur das beste wolltet und es euch wirklich wirklich darum geht etwas gegen Vergewaltigungen zu tun, dass glaube ich euch nicht. Da könnt ihr gerne die beleidigte Leberwurst sein, aber ich glaube es nicht. Was immer an Ego oder Lebenssinn oder schlicht Macht-Gefühle ihr daraus zieht, es ist mir egal, ich scheiß drauf, ich denke nicht, dass eure Intentionen rein sind.

Wobei wir auch alle mal aufhören sollten so zu tun als ob diese Szene-Beschuldigungs-Kampagnen-Leute irgendwas wie ein Gewissen und moralischen Kompass haben. Die Broschüren die von denen geschrieben werden, lassen sich ja nicht totschweigen.

Und „Transformative Justice“ reden ja irgendwie rum, dass sie ganz in Geiste des „Definitionsmacht-Konzepts“ jetzt neue Wege ausprobieren wollen. Aber es ist ganz sicher nicht so, dass sie sich von den alten Texten distanzieren oder so. Sie empfehlen diese ganzen Texte.. also sowas hier eben

http://asbb.blogsport.de/2008/03/23/was-tun-wennas-braennt-zum-umgang-mit-sexueller-gewalt/

Sprich: Sie verstehen nicht warum Leute sie so schlimm finden.

Bzw. wollen sie das DefMa-Konzept um ein erzwungenes Schuldeingeständnis plus Psycho-Sekten-Transformations-Therapie erweitern.

Letztlich ist das einfach noch viel viel kranker als die einfachen Falschbeschuldigungs-Kampagnen.. Jetzt sollen deren Opfer (die „Gewaltausübenden Personen“) auch noch gestehen und darüber reden, wie krank und kaputt sie sind und wie sie sich besser wollen.

Das hat sowohl was von katholischer Beichte als auch von stalinistisch-maoistischer Umerziehung.

https://www.unrast-verlag.de/neuerscheinungen/was-tun-bei-sexualisierter-gewalt-detail

Egal: TA, wenn ihr meinen Standpunkt und meinen Ärger und meine politische Ablehnung einfach akzeptieren könnt, dann können wir reden und zusammen finden.

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## NACHTRAG 2

Wer hat denn überhaupt die Definitionsmacht? Ich auch? Ich hab auch eine Freundin, die sich von der Tristeza verbal vergewaltigt fühlt.. Ich meine der Vorwurf gegen mich ist doch „verbale Vergewaltigung“, oder? .. Inzwischen weiß ich ja auch, dass das wirklich für euch einen legitimen Vergewaltigungs-Vorwurf darstellt. (Ein paar Leser_innen werden das jetzt nicht glauben und ein paar werden wissen, dass das der Fall ist).

Wie dem auch sei: Ich habe ja nun ganz ehrlich und reinen Gewissens 2 Frauen in meinen Texten den Vorwurf gemacht sich mit physischer Gewalt ihren Sexualpartnern aufzudrängen.

In dem Fall wo ich von meiner Ex vergewaltigt wurde .. da ist hoffentlich klar, dass ich das nur so sage um eine Pointe zu machen.. nein, das alles war vollkommen ok. Und sie soll bitte jetzt keine sexuellen Unsicherheiten dahingehend entwickeln.

Wir sind doch alle schon so verklemmt genug. Es ist so leicht es zu skandalisieren wenn jemand beim Sex mal etwas .. gewagtes macht und initiativ ist.. und manchmal gefällt es nicht.. so wie mir das da nicht gefallen hat.

Aber so eine Art von Strenge gegenüber sich selbst und dem/der Partner_in.. Das kann es nicht sein, dass wisst ihr alle. Das weiß jede_r die/der mal ein paar glückliche sexuelle Erlebnisse hatten.

Bei der anderen Vergewaltigerin hab ich es ja nur aus zweiter Hand, aber da war das wohl was ernstes.

Der Punkt ist: Das ist doch alles nicht so schwer. Ihr wisst doch alle, dass das etwas ist, womit man anders umgehen muss.

Es ist keine Tugend der/die Person sein, die am aller aller strengsten mit sich und anderer Leute Sexualität ist.

 Der/die aller aller strengste zu sein.. heißt nicht wirklich gut zu sein.

Moralische Härte und sich und anderen für alles mögliche ein schlechtes Gewissen einzuprügeln, macht einen nicht zu einer besseren Person. Im Gegenteil. Denn so einfach ist die Welt und das Leben nicht und dass wisst ihr alle.

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Grüße, Florian Merten

Was zu: Polizei (847W 2S) (April 2020)

2018 – Also im Sommer 2018, jetzt vor 2 Jahren hab ich mich meinen Eltern und anderen mit meiner Problem-Story offenbart. Dann 2019 einer größeren Öffentlichkeit. Ende 2019 hatte ich knapp 5.000 Aufrufe der Dokumente und auf dem Blog. Weiß nicht in wieviele fleißige Leser sich das übersetzen lässt. Ich denke mal über Tausend bestimmt.

Anfang 2018 hab ich an ca. 20 Leute eine Reihe manischer Emails geschickt. In denen hab ich alle möglichen Leute beschimpft und gedroht die Tristeza-Leute und sonstige Polit-Idioten so richtig absolut fertig zu machen. Ich hab mich sicher „im Ton vergriffen“, aber gut. Ich denke mal, wenn man mich, die Umstände und sonstiges nicht so gut kennt, hätte man das als ernste Gewaltandrohung verstehen können. Aber 1) hab ich nicht das Gefühl als Einzelperson mich irgendwie einer physischen Ausseinandersetzung mit den betreffenden post-autonomen Kollektiven stellen zu wollen. Und 2) selbst wenn, dann hätte ich es nicht per Email angekündigt.

Die Jahre 2016-2018 hab ich bei meinen Eltern im Wohnzimmer auf der Sofa-Couch gelebt. Also bevor ich dann zum Glück über den „Sozialpsychiatrischen Dienst“ ein Zimmer als „Betreutes Wohnen“ bekommen habe.

Die Wohnung von meinen Eltern ist wirklich eher winzig. Also Küche, Bad, Wohnzimmer und Schlafzimmer (von denen beiden). Sowohl mich als auch die beiden kann man nun ohne Zweifel in Deutschland der Unterschicht zurechnen. (Darum ärgert mich auch sowas wie wenn die RLS mir empfiehlt in dieser Beschuldigungs-Sache doch einfach einen Anwalt zu nemen.).

Wenn meine Eltern Abens ins Bett gegangen sind hatte ich das Wohnzimmer dann immer noch etwas für mich und dann hab ich es eben irgendwann geschafft, an eben 20 Leute oder so eine Reihe von Emails zu schreiben. Und eben so Sachen gesagt, wie dass ich diese Polit-Kneipen Leute dafür werde bluten lassen usw.. das war (selbstverständlich) nicht wörtlich gemaint und auch sonst eher ein Ausdruck verzweifelter Wut.

Auf jeden Fall kam dann einige Stunden später so eine Art Sonder-Einsatz Anti-Terror-Kommando in das Haus und in die Wohnung meiner Eltern gestürmt. Wo ich dann schon auf dem Sofa geschlafen hatte.

Ich gehe davon aus, dass die Leute von „Trasformative Justice“ oder halt eine sonstige von diesen DefMa-Feminismus-Gruppen die Gerufen hatte da. Oder die Tristeza-Leute oder sonst wer. Also irgendwelche „Autonomen“ oder „linke Szene“-Leute oder sonst wie haben mir und meinen armen Greisen Eltern da ein SWAT-Team ins Haus geschickt.

Den hab ich dann ein bisschen Erzählt, was Sache wer und sie sind dann wieder gegangen. Etwas später hab ich dann Post von einer Staatsanwältin und Kriminalhauptkommissarin bekommen. Die haben zumindest meine Aussage akzeptiert, dass ich keinen Terror-Anschlag auf die Tristeza oder sonst wen da vorhatte oder angekündigt hätte.

Ich hab sie dann gefragt, ob die Person, die mich da angezeigt hatte Ihnen (Polizei und Staatsanwaltschaft) auch die Emails gegeben hätte. Und ja, das lag denen alles vor. Die Namen, die Emails von der Tristeza der ganze Kram. Die Person, die mich da angezeigt hatte, hatte denen also schon alles gesagt.

Ich hab dann etwas später dieser Kommisarin eine Email geschrieben, dass ich jetzt die Tristeza wegen deren Behauptungen anzeigen wolle. Da hat sie dann irgendwie abgeblockt und hat geschrieben, dass ich mich damit an die nächste Polizei-Wache wenden solle. Aber dass sie auch keine Straftat gegen mich als gegeben sehe.

Was ich auch noch zumindest erwähnenswert finde, ist dass es auch keine Untersuchung wegen Verdacht gegen mich in Sachen „Vergewaltigung“ gab. Also die Email der Tristeza lag denen ja vor.

Es gibt da jetzt natürlich 2 mögliche Erklärungen. Die eine wäre, dass dieses Defma-Ding der Berliner Polizei schon bekannt ist und sie wissen, dass ein Linke-Szene-„Vergewaltiger“ fast mit sicherheit ein unschuldigt Beschuldigter ist. Zumindest niemand bei dem ein „Anfangs-Verdacht“ gerechtfertigt ist.

Aber ich glaube viel eher, dass diese DefMa-Frauenbewegungs-Sekten einen sehr engen Draht zur Polizei haben. Das hatten sie wenn man der Literatur glauben darf ja schon immer.

Jedenfalls hab ich ansonsten tatsächlich nicht mit der Polizei geredet. Ich hatte das vor einem Jahr sicher eher vor als jetzt. Aber die Sachen die ich jetzt vor einem Jahr geschrieben habe, die waren auch sehr aufgeregt. Also ich war da sehr aufgeregt. Und jetzt beim nochmal lesen ist mir aufgefallen, dass ich da mehr von Polizei und sonstwas rede, als ich dann wirklich gemacht habe. Und vermutlich bleibt es auch dabei.

Der aktuelle Anlass für mich das hier zu schreiben ist Folgender: Vor ner Weile hat mir so ein edgy „Anarchist“ gesagt, er würde nicht mit „Leuten abhängen die andere bei dem Bullen verpfeifen“. Das ist schon Lustig irgendwo. Also ich meine, das ist natürlich eine von diesen Phrasen die Leute sagen, die nciht zugeben wollen, dass sie hörig und gehorsam den „Szene“-Oberen hier gegenüber sind. Und dass wenn die About-Blank, K-Fetisch und Tristeza-Kollektive den Kontakt mit mir verbieten dann natürlich gehorsam sind. Sowas muss sich ja für „Anarchisten“ auch etwas komisch anfühlen.

Jedenfalls haben die Berliner Antifas und Autonomen mir und meinen greisen Eltern das SWAT-Team ins Haus geschickt. Kann ich zu den vielen absurden Dingen hinzu-addieren die mir so im Leben passiert sind.

Florian Merten 18-April-2020

zu Jungle World/ Bettina Wilpert 7-Juni 2020

https://jungle.world/artikel/2020/23/sanktionen-allein-helfen-nicht

Kommentare die ich spontan bei FB dazu gepostet habe. Es ist ein bisschen meta aber bestimmt ehrlicher als dieser Artikel da selber.

 # 1

Sie und andere Ideolog_innen einer selbsternannten (üblicherweise anonymen) Szene-Sexual-Justiz tun auch alles es immer so zu drehen, als wären Vorwürfe immer richtig und gut. Und der Beschuldete tatsächlich schuld. Weil sie es so sagen.

Und abwechselnd argumentieren sie für überdreht autoritäre moralische Maßstäbe – nach denen eh alle Menschen schuldig wären. Und ansonsten argumentieren sie, dass die Beweilast ja eh nicht bei Ihnen zu liegen hat.

Was das „links-Sein“ betrifft hab ich das Gefühl, dass die gesammte scheiß „Szene“ echt wieder bei Kapitel 1 anzufangen hat.

Weil irgendwelche „autonomen Kollektive“ oder sonstige „Szene“-Autoritäten auf irgendwen zeigen und ihn (oder auch sie) zum Verbrecher und Ausgestoßen erklären (oder zum Fall für eine feministische Umerziehung). Da drauf einzusteigen ist reaktionär, autoritär und nichts was für eine linke Person in Frage kommen kann. Punkt.

Und dieselben Leute bieten sich dann dafür an diese moralische, feministische, anti-patriarchale Erziehung zu übernehmen. Die Leute, die an sich selber so was von absolut keinen politischen/moralischen Standard haben. Von so Leuten ist nichts zu lernen, ausser wie man sich und seine Mitmenschen quält.

mehr dazu hier (meine persönlichen Erfahrungen)

 # 2

Diese ganzen neuen „Konzepte“ sehen sich ja in Tradition des „Definitionsmacht-Konzept“ … Und wollen (anscheinend) zukünftig einen humaneren Umgang mit ihren „Tätern“ sagen wir mal neutral „Beschuldigten“ betreiben. Aber da hat der OP schon recht… Das ist keine Lösung.

Ich finde den Begriff „Täterschutz“ in diesem Zusammenhang absolut daneben aber Richtig ist ja, dass bei einem wirklichen Vergewaltigungs-Fall es nicht angebracht wäre, so ne komische Sache da abzuziehen mit „drüber reden“ usw… und wenn dann nur von echten Psychologinnen in einem professionellen Setting … Also, das ist einfach nichts für (zt jugentliche) Polit-Aktivisten… und selbsternannte Expertinnen.

Nun kommen wir aber zur schwierigen Wahrheit Nr2 und die ist, dass solche „Täter-Vorwürfe“ in der „linken Szene“ ziemlich inflationär rausgehauen werden. Und das nicht erst seit Gestern.

Die wurden und werden nicht zur Polizei getragen, weil sie (auch nach neuiem Recht) einfach keine Straftat sind. Und das sollte so bleiben. Will sagen: Unehrlich ist es so zu tun, als wäre die Polizei/Anzeige in der linken Szene bis jetzt die Normalität und jetzt würden diese … ich sag mal „Ideolog_innen einer Linke-Szene-Sexual-Justiz“ den „Tätern“ (u.A. mir) die Polizei ersparen. Das ist nicht ehrlich.

In deren alten Standart-Buch „Antisexismus ReLoadet“ ist von der bürgerlichen Justiz nur in dem Sinne die Rede, wie man verhindert, dass der Beschuldigte eine Anzeige wegen Verleumdnung einleitet.

 # 3

Kommentar zu einer Besprechung ihres Buches (anderswo)

Zu Bettina Wilpert… „Nichts, was uns passiert“ … also mir ist sowas passiert. Und sie ist in der Sache nicht hilfreich

Sie (Wilpert) ist da einfach nicht ehrlich, wie verbreitet und fies das ist… Weil es halt so ne Sache von total überdreht radikalisierten feministischen Sekten ist … die einfach davon leben… Wenn es mal so wäre, dass sie sagen müssten „Wie schön, keine Frau die wir kennen wurde dieses Jahr vergewaltigt.“ Dann hätten sie plötzlich nichts zu tun… Will damit sagen: Es ist nicht, wie sie es darstellt, dass es da keine niederen Beweggründe bei den Vorwürfen gibt… die gibt es bei diesen Sachen in der „linken Szene“. Meiner Meinung nach. (Verschiedenste. Das war nur ein mögliches Beispiel.)

Noch ein paar Emails aus 2020 – zu U.A.: AS.ISM-5, IL, K-Fetisch und meine Ex-Polit-Gruppe

–>  an eine Gruppe beteiligt bei AS.ISM5

eSpaces (24-April-2020)

[…] ich hab grade ein bisschen in dem neuen AS.ISM5-Heft gelesen. Was mich wenig glücklich gemacht hat, wie Ihr euch vielleicht denken könnt.

Zu mir: Ich hab so eine DefMa-Geschichte die mir… passiert ist nach langem Elend öffentlich gemacht (u.a. hier florian.fashion.blog) . Ich hab keine Ahnung ob ihr „selbstverständlich davon gehört habt“ oder gar nicht. Ich hab echt keine Ahnung wie die Kommunikation bei so Sachen funktioniert bei Euch.

Zumindest habt Ihr natürlich meine Sympatien erstmal mit euren Standpunkten usw… wobei ich denke, dass „ihr Feminismus-Aktivist_innen“ (oder whatever) echt ein Mangel an Konflikt-Fähigkeit und so habt. Aber Gut.

Ich denke fast nicht, dass Ihr mir antworten werdet. Es hat mir ja auch sonst (Tristeza, NFJ etc.) nach einem Jahr immer noch niemand geantwortet. Und ich denke das liegt auch daran, dass Leute zumindest nervös sind dass ich deren Nachrichten öffentlich mache. Was ich irgendwie auch nachvollziehen kann. Da muss ich mal was überlegen zu.

Also: Warum schreibe ich Euch und nicht (zumindest auch) der EAG bezüglich AS.ISM5. Ich würde mich über die zu sehr ärgern und ausfallend werden. Und deren Interview-Beiträge haben so n paar auswendig gelernte Phrasen usw… ich würde bezweifeln, dass die sich echt auf eine Debatte oder so einlassen würden. Und ich hab eigentlich selbst keinen Bock auf eine. Vielleicht in ein paar Monaten.

Irgendwie macht mich dieses Heft schon etwas verzweifelt. Also irgendwie dachte ich nicht, dass sich weiterhin Leute öffentlich so dahinter stellen wie die EAG-Leute. Mir macht das echt Sorgen.

Ich hätte ein paar Fragen, die Ihr mir ja vielleicht beantworten mögt.

Also zunächst wüsste ich mal gerne, welche Fälle oder „Täter“ oder so in den ersten Sätzen der Einleitung gemeint sind. Und warum sind die nicht benannt. Das ist echt so unschön „Insider“-Attitüde. So im Sinne, wer echt was weiß von „unseren Zusammenhängen“ „unserer Szene“, der/die weiß auch wer diese fiesen Typen sind. Die „Täter, die sich hinter Feminismus verstecken.“. ([https://eag-berlin.tem.li/wp-content/uploads/2020/02/ASISM5_web.pdf]

Ich denke mal, dass sie mich da wohl mit-gemeint haben, oder? Wobei das nun eine Frage ist, die ihr vermutlich auch gar nicht so beantworten könnt. Aber anders: Wisst Ihr, wen die meinen? Und wissen das ein großer Teil der LeserInnenschaft?

Apropos „Innen“. Es hat für mich einen unschönen Beigeschmack, wenn (dem Namen nach) Männer in so Artikeln das „DefMa-Konzept“ gegen Frauen (dem Namen nach) vertreten. Also historisch betrachtet ist es ja nun wirklich nicht so gedacht gewesen. Also es ist ja nun keine gemeine Unterstellung zu sagen, dass es als Kampf gegen Männer gemeint war. Egal, ist jetzt mal ne Nebensache.

Am liebsten würde ich mich ja einfach mal sehr sehr lange mit Euch unterhalten. Und dann werden wir alle verstehen.

Also die Frage ist ja nun folgendes: Mit eurer Aussage dass ihr dem DefMa-Konzept nicht mehr folgt ist ja wenig gewonnen. So richtig richtig polulär ist es (denke ich) noch nie gewesen.

Zu dem Punkt „Antifeminismus“. Ihr sagt viele Kritik am DefMa-Konzept wäre „wirklich Antifeministisch“, was ihr euch aber nicht sagen lassen wollt. Und ihr sagt, historisch sei es so gewesen, dass man (frau) in der feministischen Szene das DefMa-Konzept nicht habe kritisieren dürfen. – Was schon krass ist nochmal so zu lesen. Also dazu würde ich folgendes sagen: 1) Wenn Ihr Angst habt, dass Leute euch irgendwie nennen, dann … müsst ihr daran arbeiten. An einem dickeren Fell. … Wobei Ihr sicher auch eher meint, dass andere Feministische Gruppen dann blöd zu euch sind.

Also alte Frauenbewegungs-Persönlichkeiten wie Kavemann und Hagemann-White haben (leider ähnlich zaghaft wie ihr) solche Auswüchse wie das DefMa-Konzept in dem gemeinsamen Buch von 1995 schon klar kritisiert. Wobei es damals eher unter dem Begriff „Parteilichkeit“ lief. Egal.

Ich denke auch, dass Ihr so n bisschen Mythenbildung mit-betreibt, was diese „Definitionsmacht“ betrifft. Und überhaupt, was die Frauenhaus-Bewegung und diesen Teil der zweiten Frauenbewegung betrifft. Die waren ja auch teilweise noch jünger als ihr jetzt, als sie sich sowas ausgedacht haben. Und es war nie gut.

Also was ihr da mal lesen solltet ist von Rosemarie Steinhage – Sexueller Missbrauch. Das ist ein (oder Der) Urtext was euer „Konzept“ da angeht. Aber eben einer, den „Ihr“ gerne verschweigt. Wie „Aus anderer Sicht“ von Wildwasser-Marburg. Das sind die beiden wichtigsten Bücher dazu gewesen.

Aber „Ihr“ verleugnet auch alle aktuellen jetzt teilweise. Also es ist ja nun so, dass ich, wenn ich folgendes gelesen habe: UGDefma-Flyer Kompass ASISM2-WTWB und „Antisexismus reLoadet“ dann kenne ich das Konzept schon ziemlich gut.

Also daraus würde ich auch eine Kritik an eurer „Definition von Definitionsmacht“ ableiten. Der letzte Satz, dass die Betroffene über die Sanktionen zu entscheiden hätte (was ihr kritisiert?). Es ist etwas unklar, ob eure Definition die ist, die Ihr ablehnt? Es soll sowas wie eine Durchschnitts-Definition sein, denke ich mal. Aber die stimmt einfach nicht. Und zwar aus einem einfachen Grund. Diese 4 genannten Artikel und Hefte haben ja einen großen Teil der dann was mit „Täterumgang“ heißt. Und da steht ja nie bei „…also wenn die Betroffene das so will“. Es ist auch unsinnig aus noch diversen Gründen. Vor allem ist es eine sehr schräge Vorstellung, dass z.B. eine „Betroffene“ jemanden als „Vergewaltiger“ bezeichnet und dann z.B. von der Tristeza fordert mich weiterhin freundlich wie immer zu behandeln.

Es ist schon spät… und ich werde euch diese unfertige Mail wohl morgen schicken, damit sie nicht einfach verlohren geht usw… vielleicht gibt sie euch ja einen Denkanstoß.

Ach ja, fast vergessen, die Frage: Würdet Ihr mich jetzt so nach dem Stand der Dinge als „Antifeministen“ bezeichnen? … Oder eher als „Täter der sich hinter Feminismus versteckt.“? Na, letzeres glaube ich nicht. Aber ich stell mir son bisschen selber die Frage, ob ich jetzt nach der Lektüre von den Texten da oben („Antisexismus reLoadet“ usw…). Das ist schon alles etwas, was ich politisch mit aller Kraft bekämpfen will und hoffentlich werde.

Aber andererseits würden das die meisten Frauen in Deutschland doch auch sagen. Selbst die selbstbetitelten Feministinnen. Also ihr könnt euch ja überlegen ob ihr mich als Antifeministen bezeichnen wollte oder sonst was und ich überlegt mir das auch. Es hängt davon ab, ob ich all jene, die im AS.ISM5 auftreten als „den Feminismus“ oder „eine obskure Frauen-Sex-Psycho-Sekte“ sehe. Und das weiß ich auch nicht.

Aber die eigentliche Frage ist doch. Wie kann ich dieses Desaster in das Ich (und auch meine Beschuldigerinnen) geraten sind … in Harmonie beenden…

Ich denke ihr müsst euch mal konkret Gedanken über sowas machen. Exit-Strategieen. Vermittlungen, Auflösungen … Schadensbegrenzungen.

Ich werde vielleicht noch einen Teil-2 hierzu schreiben … und (beides) öffentlich machen vermutlich.

Wenn ihr mir vertraulich antworten wollt, dann würde ich mich hiermit darauf einlassen euch ein Versprechen zu geben. Aber wenn Ihr nicht antwortet werde ich nicht eingeschnappt sein.

Alles gute und so.

Florian Merten

–>  mail Ex-Genossen (mail nr 1)

(von JL/GgKuN/KiH) (www.gegner.in) (16 JUN 2020)

[…] ich denke, dass du bei unseren gesprächen damals sehr überfordert und planlos warst. du hast damals echt einiges an quatsch erzählt. aber ich würde das einfach beerdigen und gut sein lassen. also ich hoffe schon sehr, dass du das selber ein bisschen einsiehst. aber ich denke wir sollten uns das beide ersparen da jetzt besserwisserisch gegenüber einander zu sein.

die art wie du mich damals zu einer selbst-verurteilung drängen wolltest war schon unmöglich. und überhaupt dieses hartnäckige suchen nach gründen, warum du mich guten gewissens als täter oder uneinsichtig oder was auch immer … behandeln kannst.

das alles ist von eurer seite aus nicht zu rechtfertigen. nicht in dem sinne, dass ihr [euch] als gruppe oder überhaupt irgendwer korrekt verhalten hätte.

das ist kein weltuntergang und ich weiß, dass man auch öfters sich mit komischen leuten komischen polit-ideologien etc. arrangieren muss. oder einfach will.

wenn man dann sein politisches falsch-verhalten intellektuell als richtig rechtfertigen fabriziert man den größten müll überhaupt.

ich meine schon, dass ihr mit eurer haltung in der sache insgesamt das politische projekt von jl/gegner.in verraten habt. aber das sag ich nicht um dich oder euch blöd anzumachen. sondern ich wünsche mir, dass ihr das ändert (eher ohne mich).

ich möchte nicht, dass ihr auf den camps und seminaren jetzt anfangt, darüber zu diskutieren, wie viele diskriminierungs-formen es gibt und dann den rest der zeit mit dem reflektieren eurer privilegien verbringt.

ich will, dass ihr leute wie […] , die sich nicht wie erwachsene menschen verhalten können vor die tür setzt. ich will, dass ihr awareness-teams und andere sitten-polizei-spinner vor die tür setzt. und diese ganzen beknackten autonome-szene-philosophien und frauenbewegungs-theorien („intersektional“etc.) die haben bei in dieser polit-gruppe nichts verloren und müssen draussen bleiben.

und „täter-vorwürfe“ sowieso, ganz zu schweigen von „täterschützer*innen-vorwürfen“.

ich denke, ihr müsst da eine klare haltung haben.

aber ich meine, nachdem ich von euch nach einem peinlich dummen feindstrafrecht behandelt wurde. hab ich auch keine so große hoffnung mehr bei euch [das ihr da zukünftig eine klare linie verfolgt]

wie auch immer. sag mir ruhig, wenn du denkst, dass ich irgendwas hier total falsch verstehe. aber ich denke, wenn du ehrlich bist, wirst du mir im großen und ganzen recht geben müssen. will sagen: saug dir nicht aus verlegenheit irgendwas aus den fingern.

aktuelle sachen hab ich jetzt auf dem blog hier https://florianxmerten.blogspot.com

grüße, florian

–>  mail an die „IL“ : Der „Leitfaden – Im Umgang mit sexueller/sexualisierter Gewalt innerhalb der Interventionistischen Linken“

Hallo meine Lieben (u.a von IL),

ich hab etwas in euren neuen „Leitfaden“ da geschaut.

interventionistische-linke.org/sites/default/files/attachements/il-leitfaden.pdf

Ich denke Einige von euch werden ja meinen Fall kennen. Und es kann doch einfach niemand der Meinung sein, dass es so (wie bei mir) irgendwie laufen kann/darf/sollte. Aber wenn ich das bei euch lese denke ich einfach solche … wirklich fiesen tragischen Storys wie bei mir und den „Betroffenen“ sowas scheint dann einfach geplant und vorprogrammiert. Absichtlich.

Und es ist einfach widersinnig wenn ihr sagt, dass 1) Die Formulierung der Beschuldigung so gilt wie sie formuliert wird und dann 2) Falschbeschuldigungen fast nie stattfinden. Ihr wisst doch wohl, dass das keinen Sinn macht.

Ihr denkt vielleicht, dass ihr da mit euren Umgangs-Methoden total was fantastisches Gutes tut. Aber das ist nicht der Fall.

Und ich wüsste jetzt z.B. noch nicht mal, ob ihr mich als „Vergewaltiger“ betrachtet oder nicht.

Die Tatsache ist einfach: Ihr verleitet zu Falschbeschuldigungen, ihr belohnt Falschbeschuldigungen … und am Ende will dann mal wieder niemand verantwortlich sein für die ganze Scheiße (wie in meinem Fall offensichtlich). Nachdem ihr (naive) Frauen zu Falschbeschuldigungen angeleitet habt … sind sie dann am Ende selber schuld, dass sie es gemacht haben oder was?

Nein, Ihr als Gruppe seit verantwortlich und bleibt verantwortlich. Und ob ich selbst jetzt für euch ein „Täter“ oder sonst was bin wird sich früher oder später auch noch herausstellen müssen.

Niemand ist einfach schon deshalb schuldig weil er/sie beschuldigt wurde. Aber das ist genau was ihr vertretet. Ist nicht gut und geht auf Dauer nicht gut. Denn weder eine einzelne Frau noch Ihr als Gruppe seit in diesem sinne legitimiert (strafrechtsrelevante) Urteile zu fällen.

Das einzige was mir selber bleibt ist einfach das: Den jungen politisch interessierten Menschen klar zu machen das sowas (wie Ihr offensichtlich auch) und NFJ, Gruppen gegen Kapital und Nation, Tristeza, K-Fetisch etc… Das ihr nicht die Linke seit für die Ich stehe (und die Tradition der Linken Bewegungen steht). Dass es auch eine andere Art gibt Links zu sein. Dass wer sich Links nennt es nicht automatisch ist.

Hier das zu meinem Fall: florianxmerten.blogspot.com   florian.fashion.blog

Grüße, Florian

–>  Twitter-Email 12 Juni 2020

Hi meine Lieben,

ich möchte euch nur darauf aufmerksam machen, dass die Jungle-World grade grade eine Serie für die linken-Szene-Sex-Täter Polizei macht. Hab da n bisschen was zu geschrieben, hier. Ansonsten geht es mir gut und besser. Ich genese. Manchmal kriege ich ein bisschen Panik wenn ich an die berliner linke Szene denke.. Aber vielleicht war das alles hier schon immer so und ich nur zu jung und naiv das zu wissen. (siehe https://web.facebook.com/kfetisch/) und ein kleines bisschen bin ich jetzt auch auf twitter

–>  Email-Verteiler-Mail (sept 2020)

Es hat immernoch nicht eine einzige irgendwie involvierte Person sich gemeldet.

(Ich finde ich verdiene eine Entschuldigung, aber mit der Meinung bin ich wohl alleine.)

Aber wichtiger wünsche ich mir ein ehrliches Versprechen aller beteiligter Gruppen, Kollektive etc., dass sie sich ganz doll Mühe geben, in Zukunft solche miesen Beschuldigungs-Aktionen zu unterlassen. Und überhaupt mal viel viel netter und entspannter miteinander zu sein.

Ich hab hier versucht die älteren Texte etwas zu sortieren. Wenn Du bis jetzt zu faul warst dich in meinen schlechten Polit-Krimi einzulesen:

und nochmal meine alte rap-musik hier:

–>  Rundmail November 2020:

Ok, doch was, Folgendes: Ich finde echt, dass es möglich sein sollte, dass sich irgendwelche mutigen und nette Leute mal zusammenraufen und hier was zu vermitteln mit mir und .. den Beteiligten und Betroffenen.

Ich weiß schon, dass meine bisherigen Veröffentlichungen sehr sehr sehr wütend und schlecht gelaunt klingen. Und ja, das war ich. Und ein kleines bisschen sicher immer noch.

Aber wer meine Sachen da gelesen hat sollte das schon nachvollziehen und respektieren können.

Aber auch so sollte es für solche Situationen einen Weg für ein .. Happy End geben.

Und ja, ich bin schon auch sauer auf eine Reihe von Leuten und auch nicht zuletzt meine Beschuldigerinnen. Aber ich habe überhaupt kein Bedürfnis mich zu rächen oder irgendwen gemein fertig zu machen. Und ich würde auch einiges tun um das zu verhindern.

Ich würde mich einfach sehr freuen wenn hier ein paar Leute mal einsehen, dass sie sich mir gegenüber nicht korrekt verhalten haben. Und sehen, ob sich da nicht doch was lösen lässt.

Also ok, ja. Ich habe es auch mitbekommen: Die Tristeza und K-Fetisch werfen jetzt öffentlich eigenen Kollektiv-Mitgliedern Vergewaltigung oder sonst was vor. Ich habe keine Ahnung um was es geht und hab auch wenig Lust mich damit zu befassen. Aber so ganz oberflächlich betrachtet … sieht das irgendwie peinlich aus.

Und ich fühl mich verschaukelt, weil ich jetzt denke, dass das alles eh nie so ernst war und das einfach hier so ein „Szene“-Hobby oder so.

Wer am Lautesten das größte Drama veranstaltet usw..

Und alle sich gegenseitig damit überwerfen wie absolut sie gegen Vergewaltigung sind usw..

Wobei diese ganze Rhetorik mit „Tätern“, „Täterschutz“ blabla.. also das hat schon etwas sehr gruseliges. Und die Mail von der Tristeza ja auch. Irgendwas ist hier in der „Szene“ gründlich schief gelaufen die letzten Jahre und Jahrzehnte und ich werde für meinen Teil diese Läden und Leute bestimmt in absehbarer Zeit nicht als „links“ sehen oder bezeichnen.

–>  Rundmail Dez 2020

Ich hab noch ne ganze Menge geschrieben zu all dem dieses Jahr. Aber da schau ich erst in paar Monaten, was ich so veröffentlichen könnte/sollte. Und noch Ideen für Aktionen.

Vor allem is das was ich geschrieben hab bestimmt alles viel zu lang für .. die Millennials und so (TL;DR usw.).

Vielleicht sollte ich es auch als Youtube-Video aufsprechen/aufnehmen. Hab ich schon mal gemacht aber bin nicht zufrieden mit dem Resultat.

Wenn irgendwer die ganzen Text-Entwürfe die ich nicht veröffentlicht hab lesen will, dann verschick ich die gerne per Email. Ist nicht groß neues drin sondern mehr in Richtung- Politische/ Sozial-Psychologische/ Psychologische/ Philosophische Überlegungen.

Und auch Praktische Überlegungen. Also ich meine: Es hat mich ja auch noch niemand gefragt, was denn z.B. meine Forderungen und Angebote für einen abschließenden (!) Deal wären. Oder was an dem ganzen Täter-Umgangs-Ding gegen mich hätte anders sein müssen, damit ich damit hätte leben können… bzw. es hätte mir gefallen lassen und auf mir sitzen lassen. Wie immer Du das jetzt ausdrücken willst.

   (von )

Florian Merten – Texte 2019 u 2020 (De, 120S, Jan 2021)

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